Die Pakete stehen seit ein paar Tagen im Wohnzimmer, der alte Teppich ist raus, und die Frage ist nur noch, ob das Parkett schwimmt oder klebt. Für Fertigparkett rechnen wir in Düsseldorf erfahrungsgemäß mit 25 bis 50 € je m² Arbeitslohn, ohne Material: schwimmend 25 bis 40 €, vollflächig verklebt 30 bis 50 €. Die Sätze gelten für Eigentümer, für Mieter mit Zustimmung des Vermieters und für Käufer vor dem Einzug, in der Stadt ebenso wie in Neuss, Ratingen oder Hilden. Je Auftrag kommt ein fester Betrag von 150 bis 300 € für Anfahrt, Einrichtung und Kleinmaterial dazu.
Wann Fertigparkett der passende Boden ist
Fertigparkett passt, wenn Sie echtes Holz unter den Füßen wollen, ohne nach dem Verlegen tagelang schleifen und ölen zu lassen. Die Oberfläche kommt fertig lackiert oder geölt aus dem Werk, und am Abend des letzten Arbeitstags ist der Raum begehbar.
Aufgebaut ist Fertigparkett aus mehreren Schichten: oben eine Nutzschicht aus Eiche, Esche oder einer anderen Holzart, darunter eine Mittellage und ein Gegenzug. Dieser Aufbau hält das Holz ruhiger als ein massiver Stab, der sich bei jeder Änderung der Luftfeuchte stärker bewegt. Deshalb spielt Fertigparkett seine Stärke vor allem in Wohnungen mit Fußbodenheizung aus, in Neubauten mit großen, offenen Grundrissen und überall dort, wo die Aufbauhöhe knapp ist.
Es gibt Fertigparkett als Landhausdiele über die volle Raumlänge, als Schiffsboden mit drei Stäben nebeneinander und in Fischgrätoptik. Die Diele ist heute der häufigste Wunsch, weil sie ruhig wirkt und in großen Räumen die Fläche zusammenhält. Wer ein echtes Muster aus einzelnen Stäben will, landet beim Fischgrätparkett, und wer durchgehend massives Holz möchte, bei den Massivholzdielen.
Schwimmend oder vollflächig verklebt
Schwimmend verlegtes Parkett liegt lose auf einer Unterlage und ist nur mit sich selbst verbunden. Verklebtes Parkett sitzt fest auf dem Estrich, ist leiser beim Gehen und leitet Wärme besser. Welche Art in Ihre Wohnung gehört, entscheidet der Untergrund, nicht die Vorliebe.
Schwimmend: schnell und rückbaubar
Beim schwimmenden Verlegen kommt zuerst die Unterlage auf den Estrich, bei mineralischem Untergrund mit einer Dampfbremse, wenn das Produkt sie verlangt. Die Dielen werden über die Klick- oder Nut-Feder-Verbindung aneinandergesetzt, und an allen Wänden bleibt ein Randabstand, damit das Holz arbeiten kann. Den genauen Abstand nennt die Verlegeanleitung. Diese Art passt gut für Mietwohnungen, weil sich der Boden beim Auszug wieder herausnehmen lässt, und auf alten Dielen, die selbst noch arbeiten.
Verklebt: fest, leise, wärmeleitend
Beim vollflächigen Verkleben ziehen wir den Parkettklebstoff mit einem Zahnspachtel auf den grundierten Estrich und legen die Dielen ins frische Klebebett. Das Parkett klingt danach nicht mehr hohl, und der Trittschall im Raum ist spürbar geringer. Voraussetzung sind ein trockener, fester und ebener Estrich und ein Klebstoff, der zum Parkett und bei Fußbodenheizung auch zur Heizung passt.
Das Raumklima vor dem ersten Brett
Parkett nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab. Deshalb stehen die Pakete vorher ungeöffnet im Verlegeraum; wie lange, steht in der Anleitung des Herstellers. Während der Arbeit soll der Raum laut Fachbetrieben mindestens 18 °C warm sein, die Luftfeuchte nicht über 75 % liegen. Im Alltag danach fühlt sich Holz nach Angaben des Parkettverbands bei etwa 20 bis 22 °C und 30 bis 60 % relativer Luftfeuchte am wohlsten.
Was unter Düsseldorfer Parkett liegt
Im Gründerzeithaus in Pempelfort, Oberkassel oder der Friedrichstadt tragen Holzbalken die Decke, darauf liegen Dielen aus Nadelholz, manchmal noch altes Stabparkett. Fertigparkett darauf verlegen wir meist schwimmend, nachdem lose Dielen nachgeschraubt und Buckel abgeschliffen sind. Sind die Dielen zu uneben, gleicht eine Verlegeplatte oder ein Trockenestrich die Fläche aus, bevor das Parkett kommt.
In den Wiederaufbauhäusern der 1950er in Bilk, Oberbilk oder Flingern liegt Zementestrich auf einer Betondecke, häufig ohne wirksame Trittschalldämmung. Dort ist das Verkleben der Regelfall, damit der Boden nicht dröhnt. Taucht unter dem alten Belag schwarzer Kleber auf, schleifen wir nicht weiter, sondern lassen zuerst eine Probe untersuchen; mehr dazu unter Asbest und Teerkleber im Boden.
In den Neubauquartieren am Belsenpark in Oberkassel oder in Derendorf, wo seit den 2000ern auf früheren Bahn- und Industrieflächen gebaut wird, liegt schwimmender Estrich mit Fußbodenheizung. Hier geht es um Aufheizprotokoll, Messstellen und die Freigabe des Parketts für die Heizung. Wer eine solche Wohnung mit Rohestrich übernimmt, entscheidet selbst über den Belag, und das Verkleben bringt die Wärme am schnellsten an die Oberfläche.
Was Parkett verlegen kostet
Die Sätze gelten je m² Bodenfläche, brutto und ohne Material, Stand September 2026. Sie sind Erfahrungswerte für Düsseldorf und Umgebung, das verbindliche Angebot folgt nach dem Aufmaß.
| Arbeit | Preis |
|---|---|
| Fertigparkett schwimmend | 25–40 € je m² |
| Fertigparkett vollflächig verklebt | 30–50 € je m² |
| Massiv- oder Stabparkett verkleben, ohne Schliff | 45–75 € je m² |
| Schleifen und Oberfläche nach Massivparkett | zusätzlich 30–50 € je m² |
| Untergrund schleifen und grundieren | 4–8 € je m² |
| Spachteln bis 3 mm | 8–18 € je m² |
| Sockelleisten montieren | 8–16 € je laufendem Meter |
| Fester Betrag je Auftrag | 150–300 € |
Ein gerechnetes Beispiel aus unserem Kostenrechner: 30 m² Fertigparkett, vollflächig verklebt auf freiem Untergrund, kosten erfahrungsgemäß 1.050 bis 1.800 € Arbeitslohn. Muss vorher ein alter Teppich oder Laminat raus, steigt der Satz je m² um den Faktor 1,25; wird zusätzlich gespachtelt, um den Faktor 1,6. Das Parkett selbst kostet meist 35 bis 90 € je m², je nach Holzart, Sortierung und Stärke der Nutzschicht. Ihre eigene Fläche rechnen Sie unter Boden verlegen: Kosten und Rechner durch, die Preislogik für Parkett erklärt der Ratgeber Parkett verlegen: Kosten.
Vom Aufmaß bis zum ersten Schritt auf dem Holz
Am Anfang steht ein Termin in Ihrer Wohnung, der etwa 30 bis 60 Minuten dauert. Wir messen Flächen und Türhöhen, prüfen Feuchte und Ebenheit des Estrichs und bringen Musterstücke mit, damit Sie das Holz bei Ihrem Licht sehen.
Danach erhalten Sie ein Angebot mit Festpreis, aufgeteilt in Rückbau, Vorarbeiten, Verlegen, Leisten und Entsorgung. Der Vorlauf liegt meist bei einer bis vier Wochen, bei eigens bestelltem Parkett länger. Vor dem Start sollten die Räume leer sein; ob wir Möbel innerhalb der Wohnung umstellen, sprechen wir vorher ab.
Auf der Baustelle kommt zuerst der Altbelag heraus, dann folgt die Vorbereitung des Untergrunds. Wird gespachtelt, braucht die Masse je nach Produkt und Schichtdicke Zeit zum Trocknen, bevor Klebstoff darauf darf. Erst dann wird verlegt, anschließend kommen Sockelleisten und Übergänge. Zum Schluss gehen wir mit Ihnen durch alle Räume, halten das Ergebnis in einem Protokoll fest und geben Ihnen die Pflegehinweise des Herstellers mit.
Wo Parkett teuer wird, wenn man es übersieht
Die meisten Mehrkosten entstehen nicht beim Verlegen, sondern an Stellen, die vorher niemand angesehen hat. Beim Aufmaß schauen wir deshalb gezielt auf vier Punkte.
Türen. Ein neues Parkett mit Unterlage bringt den Boden je nach Aufbau ein Stück höher. Innentüren, die vorher knapp über dem Teppich liefen, schleifen danach. Wir messen jede Tür und sagen vorher, welche unten gekürzt werden muss.
Ebenheit. Klickverbindungen vertragen keine Mulden, weil die Dielen dort federn und die Verbindung auf Dauer leidet. Im Nachkriegsestrich mit Buckeln und ausgebesserten Leitungsschlitzen ist deshalb oft Ausgleichsmasse nötig; wie das abläuft, steht unter Boden ausgleichen.
Fugen im Estrich. Bewegungsfugen im Estrich müssen im Parkett übernommen werden. Wer sie überklebt, riskiert Risse im neuen Boden, sobald sich der Estrich bewegt.
Übergänge. An der Küche mit Fliesen, am Balkon und an der Wohnungstür treffen Höhen aufeinander, die nicht zusammenpassen. Ein passendes Profil kostet meist 25 bis 60 € je Stück; wie viele Sie brauchen, steht im Angebot.
Restfeuchte, Messung und die Wohnung darunter
Vor Parkett auf Zement- oder Calciumsulfatestrich messen wir die Restfeuchte, in Deutschland üblicherweise mit der CM-Methode. Nach dem TKB-Merkblatt 16 in der Fassung von Dezember 2024 gelten für Parkett bei Querschnittsmessung strengere Werte als für Laminat oder Vinyl.
Neuer Zementestrich soll vor Parkett unbeheizt höchstens 1,8 CM-% haben, beheizt 1,6 CM-%. Für Calciumsulfatestrich sind es 0,5 bzw. 0,3 CM-%. Liegt der Wert darüber, melden wir Bedenken an und warten, statt auf einem nassen Estrich zu verlegen. Beim Heizestrich brauchen wir außerdem das Aufheizprotokoll und je Raum mindestens eine ausgewiesene Messstelle.
In der Eigentumswohnung zählt zusätzlich der Nachbar unter Ihnen. Der Bundesgerichtshof hat am 26.06.2020 entschieden (V ZR 173/19): Wer den Belag tauscht, muss den Trittschallschutz nach der DIN 4109 einhalten, die bei Errichtung des Hauses galt. Die Vorinstanz war übrigens das Landgericht Düsseldorf. Welche Unterlage unter Ihr Parkett gehört, erklärt die Seite Trittschalldämmung.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Unser Teil beginnt, wenn ein belegreifer Estrich oder ein tragfähiger Holzboden da ist. Für drei Arbeiten rund ums Parkett holen Sie besser einen Spezialisten.
- Neuer Nassestrich: Muss der Estrich nach einem Wasserschaden oder im Rohbau neu gegossen werden, ist das Sache eines Estrichlegers. Wir kommen, sobald der Estrich belegreif ist.
- Trocknung nach einem Wasserschaden: Leckortung und technische Trocknung des Estrichs laufen als Versicherungsfall über einen Trocknungsbetrieb.
- Fliesen in Küche und Flur: Soll neben dem Parkett ein Fliesenbelag entstehen, legt ihn ein Fliesenleger. Den Übergang zwischen beiden setzen wir.
Wo wir Parkett verlegen
Wir arbeiten in ganz Düsseldorf und in den Nachbarstädten. Auf den Gebietsseiten steht, was dort typischerweise unter dem Belag liegt:
- Oberkassel: großbürgerliche Altbauten und der Neubau am Belsenpark.
- Derendorf: junge Eigentumswohnungen mit Fußbodenheizung.
- Pempelfort: Altbau-Mietwohnungen mit Nadelholzdielen.
- Benrath: Parkett durch die ganze Etage, ohne Schienen in den Türen.
- Unterbilk: modernisierte Altbauwohnungen mit hohem Anspruch an den Boden.
- Niederkassel: Einfamilienhäuser und Villen mit großen Wohnbereichen.
- Kaarst: Parkett über alten Fliesen im Erdgeschoss.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Parkett verlegen: Kosten: Fertig-, Massiv- und Fischgrätparkett im Preisvergleich.
- Bodenbelag auf Fußbodenheizung: welcher Belag die Wärme durchlässt und warum Kleben hilft.
- Estrich prüfen: Restfeuchte, Ebenheit und Festigkeit vor dem Verlegen.
- Parkett ölen oder versiegeln: was die Oberfläche im Alltag leistet.
- Laminat verlegen: die Klickdiele mit Holzdekor, wenn der Preis im Vordergrund steht.
Ein Termin, danach steht der Preis fest
Sagen Sie uns, wie groß die Fläche ist, was gerade darauf liegt und ob eine Fußbodenheizung darunter läuft. Danach kommen wir mit Musterstücken und Feuchtemessgerät vorbei und schicken Ihnen einen Festpreis, der Rückbau, Verlegen und Leisten umfasst. Unter 0231 989 43846 sprechen Sie montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr direkt mit uns; das Anfrageformular nimmt Ihre Angaben jederzeit entgegen.
