Unter dem Laminat beginnt die Geschichte des Hauses
Wer in Flingern-Nord eine Altbauwohnung renoviert, hebt irgendwann eine Laminatdiele an und schaut hinein. Darunter liegt Schaum, darunter PVC, darunter etwas Braunes, Hartes, und ganz unten schimmert Holz. Das sind die alten Dielen, und oft lohnt es sich, sie freizulegen. Wir tragen die Schichten ab, schließen Fugen und schleifen die Dielen erfahrungsgemäß für 28–50 €/m² Arbeitslohn, samt Fugenbehandlung und Oberfläche. Das Angebot gilt für Eigentümer, für Vermieter vor der Neuvermietung und für Mieter mit Zustimmung ihres Vermieters.
Manchmal zeigt sich beim Freilegen, dass die Dielen nicht mehr zum Zeigen taugen. Dann bauen wir auf ihnen einen neuen Untergrund und legen einen neuen Belag darauf. Beides steht nach dem Aufmaß in einem Angebot, mit einer Position für jede Schicht, die herauskommt.
Was wir in Flinger Wohnungen unter den Füßen finden
In Flingern stehen vor allem einfache Mietshäuser aus der Zeit um 1900, dazu Hinterhäuser, ehemalige Werkstätten und Nachkriegsbauten in den Baulücken. Was darin liegt, ist von Haus zu Haus verschieden. Drei Befunde begegnen uns immer wieder.
Der Schichtkuchen im Vorderhaus. Auf den Nadelholzdielen der Balkendecke liegt ein Belag aus jedem Jahrzehnt: vielleicht Linoleum aus der Vorkriegszeit, dann eine genagelte Hartfaserplatte, dann PVC oder Nadelfilz, zuletzt Laminat. Jede Schicht wurde anders befestigt.
Die Wohnung im Hinterhaus. Hier sind die Räume kleiner, die Treppen enger und die Dielen oft schmaler. Mancher Boden wurde nur gestrichen, nie belegt, und trägt mehrere Farbschichten.
Die Nachkriegswohnung in der Baulücke. Auf der Betondecke liegt Zementestrich mit einem geklebten Belag. Hier gibt es keine Dielen zu retten, dafür oft Kleberreste, die vor dem neuen Boden herunter müssen.
Ziegeleien, Gaswerk, Galerien
Flingern war ein Arbeiterviertel. Ziegeleien, ein Gaswerk und Fabriken lagen zwischen den Wohnblocks, und die Häuser wurden für Arbeiterfamilien gebaut, schlicht und dicht. Flingern-Süd ist bis heute gewerblich geprägt, mit Hallen und Werkstätten rund um die Erkrather Straße.
Flingern-Nord dagegen hat sich seit den 2000er Jahren stark gewandelt und gilt heute als Galerie- und Szeneviertel. Die Kiefernstraße wurde in den 1980ern durch Hausbesetzungen bundesweit bekannt. Mit dem Wandel kamen Käufer und neue Mieter, die in den alten Wohnungen einen Holzboden sehen wollen statt des Laminats vom Vormieter. Rund um den Hermannplatz und die Ackerstraße ist das der häufigste Wunsch, mit dem wir gerufen werden.
Balken, Dielen und was darauf liegt
Die Technik in Flinger Altbauten dreht sich um die Holzbalkendecke. Sie trägt die Dielen, sie federt, und sie gibt Schritte an die Wohnung darunter weiter.
Wie die Dielen auf den Balken liegen
Die Dielen sind meist direkt auf die Balken genagelt, mit Nut und Feder oder stumpf gestoßen. Über hundert Jahre haben sich Nägel gelockert, und das Holz ist geschwunden. Beim Freilegen prüfen wir, ob jede Diele fest liegt, und schrauben lose Stellen nach.
Höhen nach dem Abtragen
Jede Schicht, die herauskommt, senkt den Boden um einige Millimeter. An Türschwellen, an der Wohnungstür und am Übergang zu einem gefliesten Raum entsteht dann eine Stufe. Wir messen die Höhen vor dem Abtragen und planen Profile oder Anpassungen gleich mit ein.
Offene Fugen und der Nachbar darunter
Freigelegte Dielen mit offenen Fugen lassen Staub und Geräusch durch. Die Wohnung darunter hört Schritte deutlicher als unter einem Teppich. Wo Sie in einer Eigentumswohnung leben, gilt beim Belagwechsel der Trittschallschutz aus der Bauzeit; das Urteil dazu erklären wir auf der Seite zur Friedrichstadt.
Feuchte im Holz
Unter einem dichten PVC-Belag kann sich im Holz Feuchte gehalten haben, besonders nahe an Küche und Bad. Wir prüfen die Dielen auf dunkle, weiche oder muffige Stellen. Morsches Holz tauschen wir aus, bevor geschliffen oder überbaut wird.
Schicht für Schicht zurück zum Holz
Das Freilegen alter Dielen ist Handarbeit mit Plan. Wir arbeiten von oben nach unten und entscheiden bei jeder Schicht neu, wie sie herunterkommt, ohne das Holz darunter zu verletzen.
Erst die Probeöffnung
Beim Aufmaß öffnen wir, wenn Sie einverstanden sind, eine kleine Stelle an einem unauffälligen Platz, etwa hinter der Tür oder in einer Ecke. So sehen wir die Zahl der Schichten, ihre Befestigung und den Zustand der Dielen. Damit wird aus einer Vermutung eine Zahl im Angebot.
Laminat, Schaum und PVC
Klick-Laminat liegt schwimmend und kommt schnell heraus. Die Schaumunterlage darunter ist lose. Beim PVC kommt es darauf an: Lose verlegte Bahnen rollen wir auf, verklebte schneiden wir in Streifen und lösen sie mit dem Stripper.
Hartfaserplatten und Tackernadeln
Unter PVC liegen oft dünne Hartfaserplatten, mit vielen Nägeln oder Tackernadeln auf die Dielen geschossen. Wir hebeln sie ab und ziehen danach jede Nadel einzeln. Das dauert, aber jede übersehene Nadel beschädigt später das Schleifpapier und hinterlässt Riefen.
Altes Linoleum und Kleber auf Holz
Das unterste Linoleum ist meist vollflächig geklebt. Wir lösen es ab und nehmen die Kleberreste vorsichtig mit der Maschine vom Holz. Dabei geht so wenig Holz wie möglich verloren, denn jede Diele verträgt nur eine begrenzte Zahl von Schliffen.
Wenn Platten oder schwarzer Kleber auftauchen
Kleine quadratische Platten aus den 1950er bis 1970er Jahren können Asbest enthalten, schwarzer Parkettkleber aus der Zeit bis in die 1960er PAK. Dann halten wir an, brechen nichts an und lassen eine Probe untersuchen. Mehr dazu steht auf den Seiten zu Garath und Eller. Als Auftraggeber sind Sie nach § 5a Gefahrstoffverordnung verpflichtet, uns bekannte Hinweise und das Baujahr vorab zu nennen.
Danach: zeigen oder überbauen
Liegen die Dielen frei, entscheiden wir mit Ihnen. Feste Dielen mit genug Holzstärke schleifen wir, schließen Fugen und ölen oder lackieren sie, so wie es auf der Seite zu Pempelfort beschrieben ist. Sind sie stark beschädigt, werden sie zum Unterboden für einen Trockenestrich, wie wir ihn in Wersten oft einbauen.
Womit Flinger uns am häufigsten beauftragen
An erster Stelle stehen freigelegte und geschliffene Dielen mit geöltem Finish. An zweiter Stelle kommt der neue Belag auf altem Grund: Klick-Vinyl oder Fertigparkett auf Trockenestrich oder auf gespachteltem Nachkriegsestrich. Vermieter bestellen häufig einen robusten Boden für die ganze Wohnung zwischen zwei Mietern.
In ehemaligen Werkstätten und Ateliers in Flingern-Süd fragen Kunden nach Linoleum oder Kautschuk für Arbeitsräume mit Wohnnutzung. Dort liegt häufig ein alter Estrich aus der gewerblichen Zeit, den wir schleifen, grundieren und spachteln.
Kosten für Freilegen, Schleifen und neuen Belag
Die Preise der Tabelle sind Erfahrungswerte mit Stand September 2026, gerechnet als Arbeitslohn mit Umsatzsteuer und ohne Material. Jede Schicht rechnen wir als eigene Position, damit Sie sehen, woraus die Summe entsteht.
| Arbeit | Preis |
|---|---|
| Alten Teppich entfernen | 4–10 €/m² |
| Verklebtes PVC oder Linoleum entfernen | 8–18 €/m² |
| Dielen abschleifen mit Fugen und Oberfläche | 28–50 €/m² |
| 35 m² Altbau-Dielen abschleifen | 1.200–2.150 € |
| Trockenestrich inklusive Material | 40–70 €/m² |
Für Hartfaserplatten mit vielen Nadeln gibt es keinen Pauschalwert; ihren Aufwand schätzen wir nach der Probeöffnung. Kommt statt Schleifen ein neuer Belag, rechnet der Kostenrechner eine erste Spanne, etwa 40 m² Klick-Vinyl mit Rückbau des alten Teppichs für 1.050–1.900 €.
Treppenhaus, Hinterhof und Altbelag
Abgetragene Schichten ergeben viel Material. Aus einer Zweizimmerwohnung kommen Säcke mit Schaum, Rollen mit PVC und Stapel mit Hartfaser. Wir tragen alles durchs Treppenhaus hinunter, das wir vorher mit Pappe und Folie schützen.
Die AWISTA nimmt nicht verklebte Beläge gerollt bis 2 m Länge mit dem Sperrmüll mit, Laminat und Dielen aber nicht. Der Recyclinghof Flingern am Flinger Broich 15 liegt im Viertel, nimmt aber nur Anlieferungen von Privathaushalten an. Deshalb entsorgen wir, was wir herausnehmen, selbst, und im Angebot steht dafür eine eigene Zeile.
In den engen Straßen um den Hermannplatz ist ein Halteverbot für Transporter sinnvoll. Die Stadt verlangt dafür 35 € bei 14 Tagen Vorlauf. Das Schleifen ist laut; wir legen es auf die üblichen Werktagszeiten und sagen den Nachbarn vorher Bescheid.
Vom ersten Blick unter den Belag bis zur Abnahme
Sie rufen an, wir kommen zum Aufmaß. Wir bleiben 30 bis 60 Minuten, messen Räume und Türen und machen die Probeöffnung. Danach bekommen Sie ein Festpreisangebot mit Positionen je Schicht und je m².
Der Vorlauf beträgt meist eine bis vier Wochen. Die Räume sollten leer sein, oder wir rücken Möbel nach Absprache. Das Abtragen dauert je nach Befund einen oder mehrere Tage. Für das Schleifen von 25 bis 40 m² mit Oberfläche rechnen wir erfahrungsgemäß zwei bis drei Arbeitstage. Öl oder Lack brauchen danach eine Trocknungszeit, die vom Produkt abhängt.
Am Schluss setzen wir die Leisten, reinigen und gehen mit Ihnen durch die Räume. Was wir bei der Übergabe gemeinsam sehen, steht danach im Protokoll.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Manches, was beim Freilegen in Flingern zum Vorschein kommt, gehört zu einem Spezialisten. Dann sagen wir es Ihnen und machen weiter, sobald er fertig ist.
- Asbesthaltige Platten oder Kleber ausbauen: Das macht ein sachkundiger Betrieb nach TRGS 519 mit Freimessung. Den neuen Boden verlegen wir danach.
- Beschichtung für Halle oder Werkstatt: Epoxid- und Industrieböden in gewerblich genutzten Räumen in Flingern-Süd legt ein Beschichtungsbetrieb.
- Fliesen in Küche und Flur: Dafür rufen Sie einen Fliesenleger, wir schließen den Holzboden sauber an.
Von der Lindenstraße bis in die Nachbarviertel
Wir arbeiten in Flingern-Nord und Flingern-Süd: an der Acker-, Birken- und Lindenstraße, rund um den Hermannplatz, an der Kiefernstraße und entlang der Erkrather Straße. Im Norden grenzt Düsseltal mit seinen Familienwohnungen am Zoopark an.
Im Nordwesten liegt Pempelfort, wo freigelegte Dielen geschliffen und gefugt werden. Östlich schließen Grafenberg mit alten Terrazzofluren und Gerresheim mit knarrenden Dielen in Werkshäusern an. Nach Süden geht es über die Bahn nach Oberbilk, wo Nachkriegsestrich ausgeglichen wird.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Dielen abschleifen: Nägel, Fugen, Farbe und Öl, der ganze Weg vom grauen zum warmen Holz.
- Alten Boden entfernen: was jeder Altbelag an Arbeit macht und wie er entsorgt wird.
- Asbest und Teerkleber: woran man Verdachtsfälle erkennt und was vor dem Ausbau zu tun ist.
- Altbauboden in Düsseldorf: welche Aufbauten in Mietshäusern um 1900 typisch sind und was sich daraus machen lässt.
- Trockenestrich: der neue Untergrund, wenn die Dielen nicht mehr zum Zeigen taugen.
Neugierig, was unter Ihrem Boden liegt?
Rufen Sie uns an unter 0231 989 43846, erreichbar Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr. Beim Termin in Flingern schauen wir gemeinsam unter den Belag und sagen Ihnen danach, was er hergibt. Wer die Schichten im Flur erst beschreiben möchte, nutzt das Anfrageformular.
