Ein Treppenhaus, das jeden Tag benutzt wird
Im Treppenhaus einer Neusser Wohnanlage laufen jeden Tag Dutzende Menschen, Kinderwagen und Einkaufstaschen über denselben Belag. Nach fünfzig Jahren ist er abgetreten, die Kanten der Stufen sind blank, und im Flur zeichnen sich graue Laufstraßen ab. Linoleum, verklebt und an den Nähten verschweißt, kostet für solche Flächen erfahrungsgemäß 20–40 € je m² Arbeitslohn, brutto und ohne Material. Die Spanne gilt für Verwaltungen und Eigentümergemeinschaften ebenso wie für Eigentümer, die ihre eigene Wohnung neu belegen.
Wir arbeiten in Neuss in beiden Rollen. In den Wohnanlagen von Erfttal oder Furth sprechen wir mit der Hausverwaltung und schreiben ein Angebot für die Eigentümerversammlung. In der Innenstadt, im Dreikönigenviertel oder in Norf kommen wir zu Eigentümern und Mietern, die ihren Wohnungsboden erneuern wollen. Die Arbeit ist dieselbe, der Ansprechpartner und die Abstimmung sind es nicht.
Drei Neusser Böden, drei Auftraggeber
Neuss ist groß und gemischt, vom Hochhaus bis zum Dorfhaus. Für den Boden begegnen uns vor allem drei Lagen.
Treppenhaus und Flure im Hochhaus
In Erfttal stehen überwiegend Hochhäuser aus den 1970er Jahren, dazu einige Reihenhäuser. In Treppenhäusern und Fluren solcher Anlagen liegt oft noch der erste Belag: ein Kunststein, ein Kunststoffbelag oder ein Nadelfilz, abgetreten und fleckig. Auftraggeber ist die Eigentümergemeinschaft oder das Wohnungsunternehmen, vertreten durch die Verwaltung.
Die Wohnung in Innenstadt und Barbaraviertel
In der Innenstadt, im Dreikönigenviertel und im Barbaraviertel mit der Bolssiedlung wohnen viele Menschen zur Miete oder in einer Eigentumswohnung. Hier geht es um Parkett, Vinyl oder Laminat in der Wohnung. Der Untergrund reicht vom alten Estrich bis zur Holzbalkendecke, je nach Baujahr des Hauses.
Das Einfamilienhaus im Neusser Süden
In Norf, Rosellen und Uedesheim stehen viele Einfamilienhäuser. Dort lassen Eigentümer meist ein ganzes Geschoss neu belegen, oft mit Parkett unten und einem weichen Belag oben.
Von der Römerstadt zur Großstadt mit Hochhaussiedlung
Neuss ist eine römische Gründung, und das Quirinus-Münster stammt aus dem 13. Jahrhundert. Großstadt wurde Neuss 1963, und mit den Eingemeindungen von 1975 wuchs es auf 148.000 Einwohner.
Den Wohnungsbedarf dieser Jahre deckte vor allem Erfttal, das ab den 1970er Jahren entstand, überwiegend aus Hochhäusern. 1986 kam Erfttal-West mit 270 Wohnungen hinzu. Dazu kamen Weckhoven, Furth und die gewachsenen Viertel um die Innenstadt. Für uns bedeutet das: viele Wohnanlagen mit gemeinschaftlichen Treppenhäusern, die jetzt ihren zweiten oder dritten Belag brauchen.
Was Untergrund, Stufen und Brandschutz vorgeben
Im Treppenhaus einer Wohnanlage bestimmen Stufenform, alter Belag und die Rolle als Rettungsweg, was verlegt wird. In der Wohnung sind es Estrich, Türen und Trittschall.
Kunststein und alte Kleber als Untergrund
Auf glattem Kunststein haftet ein neuer Kleber erst, wenn die Oberfläche angeschliffen und grundiert ist. Ausgebrochene Kanten und Mulden spachteln wir vorher auf. Alte Kunststoffbeläge prüfen wir, bevor wir sie entfernen; mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Stufen, Podeste und Höhen
Auf den Stufen kommt jeder Millimeter Aufbau an jeder Stufe gleich dazu. Das ist bei dünnen Bahnenbelägen kaum zu spüren, bei Wohnungseingangstüren am Podest aber schon. Wohnungseingangstüren mit Dichtung und Brandschutzanforderungen kürzen wir nicht selbst, das klärt die Verwaltung.
Trittschall im Haus
Im Treppenhaus dämpft ein elastischer Belag die Schritte zu den Wohnungen hin. In der Wohnung gilt beim Belagwechsel in der Eigentumswohnung die DIN 4109 aus der Bauzeit des Hauses. Das hat der Bundesgerichtshof am 26.06.2020 entschieden (V ZR 173/19), und die Vorinstanz war das Landgericht Düsseldorf.
Feuchte im Eingangsbereich und im Keller
Am Hauseingang und auf Kellerpodesten messen wir die Feuchte im Untergrund, bevor wir kleben. Wo Nässe von draußen hereingetragen wird, wählen wir für den Eingang einen Belag, der das aushält, und schließen ihn dicht an die Schwelle an.
Treppenhaus und Flure in der Wohnanlage: ein Belag für die Gemeinschaft
Ein Treppenhausbelag für eine Eigentümergemeinschaft muss drei Dinge leisten: lange halten, sicher sein und sich bei laufendem Hausbetrieb verlegen lassen. Dazu kommt ein Angebot, über das die Versammlung ohne Rückfragen abstimmen kann.
Das Angebot für die Versammlung
Die Verwaltung bekommt von uns ein Angebot mit klaren Positionen: Ausbau des Altbelags je m², Untergrundvorbereitung, Belag je m², Stufen einzeln, Kantenprofile je Meter, Grundreinigung. So lässt es sich neben andere Angebote legen und im Beschluss genau benennen. Das Treppenhaus gehört in der Regel zum Gemeinschaftseigentum, und über Arbeiten daran entscheidet die Gemeinschaft, meist in der Versammlung. Den Beschluss setzt die Verwaltung um, und sie bleibt unser Ansprechpartner.
Der Belag: Kautschuk, Linoleum oder Objekt-Vinyl
Kautschuk spielt seine Stärke auf stark begangenen Treppen aus, weil er elastisch und sehr widerstandsfähig ist. Linoleum passt in Flure und auf Podeste, lässt sich in großen Bahnen verlegen und an den Nähten verschweißen. Objekt-Vinyl in hoher Nutzungsklasse bietet viele Farben und eine pflegeleichte Oberfläche. Wir bringen Muster mit, damit die Gemeinschaft Farbe und Oberfläche im echten Licht des Treppenhauses sieht.
Die Kanten der Stufen
An der Stufenkante nutzt sich jeder Belag zuerst ab. Wir setzen feste Kantenprofile mit rutschhemmender Einlage, die die Kante schützen und beim Hinuntergehen sichtbar sind. Eine kontrastreiche Kante hilft Bewohnern, die schlecht sehen.
Brandschutz im Rettungsweg
Treppenräume sind Rettungswege, und für Beläge dort können Anforderungen an das Brandverhalten gelten. Welche das im konkreten Haus sind, hängt von Gebäude und Genehmigung ab. Das klären wir vor dem Angebot mit der Verwaltung, der Stadt Neuss oder dem Rhein-Kreis Neuss und wählen danach den Belag.
Arbeiten, während alle das Haus benutzen
Wir teilen das Treppenhaus in Abschnitte und arbeiten Geschoss für Geschoss. Ein Weg bleibt immer frei, frisch verklebte Flächen werden abgesperrt und markiert. Ein Aushang nennt eine Woche vorher, welcher Abschnitt wann dran ist. Wer einen Aufzug hat, bekommt ihn in dieser Zeit geschützt, damit Bewohner ausweichen können.
Den alten Belag erst prüfen
Kunststoffplatten, PVC und Kleber aus der Bauzeit können Asbest enthalten. Vor dem Ausbau lässt die Gemeinschaft eine Probe untersuchen; das Baujahr und bekannte Hinweise teilt sie uns nach § 5a Gefahrstoffverordnung mit. Was bei einem Fund passiert, steht auf der Seite Bodenleger Garath.
Was in Neuss sonst bestellt wird
Neben Treppenhäusern verlegen wir in Neuss vor allem Böden in Wohnungen und Einfamilienhäusern. Klick-Vinyl, Parkett und Laminat stehen dabei oben auf der Liste.
In der Mietwohnung geht es oft um einen neuen Boden zwischen zwei Mietern, in der Eigentumswohnung um Parkett statt Teppich mit passender Dämmung. Im Einfamilienhaus im Süden wird häufig das ganze Erdgeschoss neu belegt, manchmal über alten Fliesen; wie das geht, erklärt die Seite Bodenleger Kaarst. Für Praxen und Büros in der Innenstadt verlegen wir Linoleum und PVC in Bahnen.
Preise für Treppenhaus, Flur und Wohnung
Für Flure und Podeste in einer Wohnanlage rechnen Sie mit Linoleum erfahrungsgemäß mit 20–40 € je m² Arbeitslohn. Alle Beträge verstehen sich brutto als Erfahrungswerte für Neuss und das Umland, Stand September 2026.
| Arbeit | Erfahrungswert, ohne Material |
|---|---|
| Linoleum verklebt, Nähte verschweißt | 20–40 € je m² |
| Kautschuk verlegen | 30–50 € je m² |
| PVC-Bahnen verlegen | 18–35 € je m² |
| Verklebtes PVC oder Linoleum entfernen | 8–18 € je m² |
| Treppenstufe mit Vinyl oder Laminat, inklusive Profil | 90–180 € je Stufe |
Linoleum als Material kostet je nach Produkt meist 25–45 € je m². Grundreinigung und Einpflege eines elastischen Belags liegen erfahrungsgemäß bei 4–9 € je m². Für die eigene Wohnung zeigt der Kostenrechner Spannen je m²; 60 m² Klebevinyl mit Ausbau des alten Belags und Spachteln liegen dort meist bei 2.550–4.600 €. Wer in der selbst genutzten Wohnung beauftragt, kann 2026 nach § 35a EStG 20 % der Arbeitskosten absetzen, höchstens 1.200 € im Jahr, mit Rechnung und Überweisung.
Baustelle im Haus mit vielen Parteien
In einer Wohnanlage ist die Baustelle zugleich der Weg aller Bewohner. Deshalb planen wir Lager, Staub und Lärm genauso wie den Belag.
Material lagern wir nach Absprache im Keller oder in einem Nebenraum, nicht im Treppenhaus. Beim Anschleifen alter Beläge arbeiten wir mit Absaugung, laute Arbeiten legen wir in die Stunden, die die Hausordnung zulässt. Den alten Belag tragen wir am selben Tag hinaus und entsorgen ihn. Wo vor dem Haus kein Platz für den Transporter ist, beantragen wir ein Halteverbot bei der Stadt Neuss.
Geschoss für Geschoss: der Zeitplan
Für einen Treppenzug mit 13 bis 15 Stufen rechnen wir erfahrungsgemäß 2–3 Arbeitstage. In einem Haus mit mehreren Geschossen addiert sich das, Flure und Podeste laufen parallel.
Nach dem Beschluss vergehen bis zum Start meist ein bis vier Wochen, je nach Belag und Lieferzeit. Zuerst kommt der alte Belag heraus, sofern die Prüfung das erlaubt. Danach werden Stufen und Podeste geschliffen, grundiert und gespachtelt, und die Masse trocknet je nach Produkt einige Stunden. Dann folgen Belag, Kantenprofile und Nähte, zuletzt Grundreinigung und Einpflege. Die Abnahme machen wir mit der Verwaltung, mit Protokoll und Pflegehinweisen für die Hausreinigung.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Wir belegen Treppenhäuser, Flure und Wohnungen. Für einige Arbeiten, die in Wohnanlagen oft gleich mitgedacht werden, ist ein anderer Betrieb der richtige.
- Asbesthaltige Beläge und Kleber entfernen übernimmt ein Fachbetrieb nach TRGS 519 als eigenen Auftrag. Danach verlegen wir.
- Naturstein und Fliesen im Eingangsbereich legt der Fliesenleger.
- Ein neuer Nassestrich nach einem Wasserschaden im Keller gehört zum Estrichleger; wir belegen ihn, sobald er belegreif ist.
- Beschichtungen in Tiefgarage und Kellergängen mit Epoxid macht ein Betrieb für Industrieböden.
Neuss und die Nachbarn am Rhein
Wir arbeiten in ganz Neuss, von Erfttal und Weckhoven über Furth und das Barbaraviertel bis nach Norf, Rosellen und Uedesheim. Ob etwas genehmigt oder abgestimmt werden muss, klären wir vor dem Angebot mit der Stadt oder dem Kreis.
Über die Stadtgrenze nach Düsseldorf ist es von Neuss nur ein kurzer Weg nach Heerdt. Im Norden liegt Meerbusch mit seinen großen Einfamilienhäusern, im Nordwesten Kaarst. Das Aufmaß ist in allen drei Orten kostenlos.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Linoleum, PVC und Kautschuk: Bahnen verkleben und Nähte verschweißen, für Flure und Praxen.
- Treppen neu belegen: Stufen, Profile und Preise je Stufe.
- Trittschall und Eigentümergemeinschaft: was beim Belagwechsel in der Eigentumswohnung gilt.
- Grundreinigung und Pflege: wie elastische Beläge im Treppenhaus lange gut aussehen.
- Asbest und Teerkleber: Baujahre, Proben und wer was entfernen darf.
Anfrage für Neuss
Verwaltungen, Beiräte und Eigentümer erreichen uns am schnellsten telefonisch. Wir sehen uns Treppenhaus oder Wohnung an, nehmen Maß und schicken ein Angebot, das Sie in die Versammlung mitnehmen können. Die Nummer ist 0231 989 43846, besetzt montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Für Unterlagen und Fotos nutzen Sie gern das Formular auf dieser Seite.
