Stein im Flur, Holz im Zimmer: die Grafenberger Frage
Die Wohnungstür geht auf, und der Flur zeigt noch den Terrazzo von damals: grau-weiß gesprenkelt, mit einem Riss quer zur Laufrichtung und einer geflickten Ecke. Nebenan im Wohnzimmer liegt Parkett. In Grafenberger Wohnungen der Zwischenkriegszeit kommt das vor, und die Frage lautet dann, was aus dem Steinboden werden soll. Man kann ihn erhalten, man kann ihn belegen, und man kann ihn so belegen, dass er darunter erhalten bleibt. Einen Designbelag auf dem alten Stein verkleben wir erfahrungsgemäß für 25–45 €/m² Arbeitslohn ohne Material, für Eigentümer ebenso wie für Mieter mit Zustimmung des Vermieters.
Wir kommen zum Aufmaß, klopfen den Stein ab, messen die Höhen an jeder Tür und zeigen Ihnen Muster im Licht Ihres Flurs. Danach bekommen Sie ein Angebot mit festen Positionen, vom Anschleifen des Steins bis zur letzten Leiste.
Drei Wohnungen zwischen Ostpark und Staufenplatz
In Grafenberg stehen Häuser aus drei Epochen dicht beieinander. Jede bringt einen anderen Boden mit, und die Grenze verläuft manchmal mitten durch eine Wohnung.
Die Wohnung der Zwischenkriegszeit. In Fluren, Dielen und Küchen der 1920er und 1930er Jahre sind manchmal noch Terrazzo oder alte Fliesen erhalten. In den Zimmern liegen Parkett oder Dielen. Typisch sind Risse, Flecken und Flicken aus späteren Umbauten, etwa dort, wo Leitungen verlegt wurden.
Die Gründerzeitetage. Auf der Holzbalkendecke liegen Dielen, in besseren Häusern Stab- oder Fischgrätparkett. Viele Böden sind geschliffen, geölt und wieder bewohnt, andere liegen noch unter Teppich.
Das Haus aus den 1980er Jahren. Diese oft hochwertigen Bauten haben Massivdecken mit Estrich auf Dämmung. Hier geht es selten um Rettung, sondern um den Tausch eines Belags, der seine Zeit gehabt hat.
Warum in Grafenberg so viel Altes erhalten ist
Grafenberg war lange dünn besiedelt. Erst mit der Industrialisierung und der Straßenbahn ab 1895 wurde das Gebiet dichter bebaut. Heute ist es der zweitkleinste, aber am dichtesten besiedelte Stadtteil im Stadtbezirk 7.
Anders als viele Innenstadtviertel blieb Grafenberg von Kriegsschäden weitgehend verschont. Deshalb sind hier Böden erhalten, die anderswo mit den Häusern verschwunden sind: die Gründerzeitdielen, das Parkett und eben die Stein- und Fliesenflure der Zwischenkriegszeit. Später kamen Häuser der 1980er Jahre dazu, dazwischen liegt viel Grün mit Ostpark und Stadtwald.
Womit wir unter Grafenberger Füßen rechnen
Bevor wir einen Belag vorschlagen, sehen wir uns vier Punkte an. Beim Steinboden kommen andere Fragen auf als beim Holz, und beide müssen an der Tür zusammenpassen.
Stein auf Beton, Holz auf Balken
Terrazzo und Fliesen liegen meist auf einem festen, mineralischen Unterbau, die Zimmer daneben oft auf einer Holzbalkendecke. Beide Untergründe verhalten sich verschieden: Holz arbeitet mit dem Raumklima, Stein bleibt ruhig. An der Grenze dazwischen braucht es deshalb immer eine Bewegungsfuge.
Höhen an Türen und Übergängen
Ein Terrazzoflur liegt selten genau auf der Höhe des Parketts nebenan. Kommt auf den Stein ein neuer Belag, verändert sich die Stufe. Wir messen jede Tür, planen Anpassungsprofile und kürzen Türblätter, wo es nötig ist.
Trittschall auf Stein
Ein harter Steinflur trägt Schritte in die Wohnung darunter. Wer darauf einen neuen Belag legt, kann mit einer passenden Unterlage leiser werden als vorher. In der Eigentumswohnung darf der Trittschallschutz beim Belagwechsel nicht schlechter werden; das Urteil dazu erklären wir auf der Seite zur Friedrichstadt.
Feuchte unter dem Stein
Alte Steinböden sind im bewohnten Haus in der Regel trocken. In Erdgeschossen und über Kellern prüfen wir trotzdem, ob Feuchte von unten kommt. Ein dichter Belag kommt erst auf den Stein, wenn die Messung trocken zeigt.
Terrazzo und alte Fliesen: erhalten, anschließen oder belegen
Für jeden Steinboden der 1920er und 1930er gibt es drei Wege. Welcher passt, hängt vom Zustand ab, von Ihren Plänen für die Wohnung und davon, ob der Stein Ihnen gehört oder der Gemeinschaft.
Den Zustand ehrlich prüfen
Wir klopfen den Boden mit dem Hammerstiel ab. Ein hohler Klang zeigt, wo sich Stein oder Fliese vom Untergrund gelöst hat. Risse sehen wir uns genau an: Ruht ein alter Riss, ist er meist harmlos, arbeitet er noch, wandert er durch jeden neuen Belag. Flecken, Flicken und fehlende Fliesen notieren wir mit Foto.
Weg eins: den Stein erhalten und anschließen
Ein fester Terrazzo mit ruhigen Rissen verträgt einen neuen Schliff. Das Schleifen und Polieren von Terrazzo übernimmt ein Steinfachbetrieb. Unser Teil ist der Anschluss: Wir verlegen das Holz in den Zimmern so, dass es an der Tür sauber an den Stein stößt, mit Fuge, Korkstreifen oder flachem Profil.
Weg zwei: rückbaubar überbauen
Soll der Flur zum Holz der Zimmer passen, der Stein aber bleiben, verlegen wir schwimmend. Klickvinyl mit starrem Kern oder Fertigparkett liegt dann auf einer Unterlage, und nichts wird auf den Stein geklebt. Wer später den Terrazzo wieder sehen will, nimmt den Belag auf, und der Stein ist unverändert. Dieser Weg passt besonders für Mieter und für Eigentümer, die sich die Entscheidung offenhalten wollen.
Weg drei: fest verkleben
Ein verklebter Designbelag oder Linoleum liegt satt auf, ist dünn und macht die kleinste Stufe zur Tür. Dafür schleifen wir die glatte Oberfläche an und tragen eine Grundierung auf, die auf Stein haftet. Tiefe Fugen spachteln wir flächig zu, damit sie sich im dünnen Belag nicht abzeichnen. Dieser Weg passt, wenn der Stein nicht mehr gebraucht wird und die Aufbauhöhe knapp ist.
Die Übergänge zum Holz
Egal welcher Weg: Die Tür zwischen Flur und Zimmer entscheidet, ob es aufgeräumt aussieht. Gleiche Höhen verbinden wir mit einer schmalen Fuge. Unterschiedliche Höhen gleichen wir mit einem Anpassungsprofil aus, das farblich zum Holz passt.
Im Treppenhaus entscheidet die Gemeinschaft
Manche Häuser der Zwischenkriegszeit haben Terrazzotreppen oder Fliesenpodeste im Treppenhaus. In einer Eigentumsanlage ist das Gemeinschaftseigentum, und eine Veränderung braucht einen Beschluss. Ist das Haus als Einzeldenkmal eingetragen, fragen Sie vorher bei der Unteren Denkmalbehörde nach. Grafenberg selbst steht nicht auf der Liste der zehn Düsseldorfer Denkmalbereiche.
Was in Grafenberg sonst bestellt wird
Häufig geht es um die ganze Wohnung: den Steinflur belegen oder anschließen und in den Zimmern das alte Parkett schleifen. Wer neues Holz will, bekommt Fertigparkett, verklebt auf dem Estrich oder schwimmend auf der Balkendecke. In den 1980er-Jahre-Häusern tauschen wir oft Teppich gegen Parkett oder Designbelag.
Wer mit dem Hund aus dem Stadtwald kommt, bringt Sand und Nässe in den Flur. Dort passen robuste Beläge wie Designbelag oder Linoleum, im Wohnzimmer daneben darf es weicher sein. Sockelleisten setzen wir passend zum Altbau oder schlicht, je nach Haus.
Preise für Stein, Holz und Übergänge
Wir rechnen hier mit Erfahrungswerten vom September 2026, brutto und ohne das Material, das Sie nach Muster aussuchen. Was auf Ihren Stein passt, steht nach dem Aufmaß im Festpreisangebot.
| Arbeit | Preis |
|---|---|
| Designbelag vollflächig verkleben | 25–45 €/m² |
| Fertigparkett schwimmend verlegen | 25–40 €/m² |
| Untergrund schleifen und grundieren | 4–8 €/m² |
| Spachteln bis 3 mm, etwa über Fliesenfugen | 8–18 €/m² |
| Übergangsprofil setzen | 25–60 € je Stück |
| Fliesen entfernen, ohne Entsorgung | 25–55 €/m² |
Ein fertig gerechnetes Beispiel: 30 m² Fertigparkett verklebt auf freiem Untergrund kosten erfahrungsgemäß 1.050–1.800 €. Weitere Beispiele zeigt der Kostenrechner.
Staub, Lärm und Treppenhaus in Grafenberg
Anschleifen von Stein und Stemmen von Fliesen machen Staub und Lärm. Wir saugen direkt an der Maschine ab und kleben Türen zu bewohnten Räumen ab. Laute Arbeiten legen wir in den Vormittag und kündigen sie den Nachbarn mit einem Aushang an.
Das Material tragen wir durchs Treppenhaus, dessen Stufen wir mit Pappe abdecken, gerade wenn sie selbst aus Terrazzo sind. Die Hausverwaltung informieren wir auf Wunsch. An der Grafenberger Allee und um den Staufenplatz beantragen wir für Transporter ein Halteverbot, bei 14 Tagen Vorlauf für 35 €.
Herausgenommene Fliesen sind Bauschutt und gehören nicht in den Sperrmüll. Wir nehmen sie mit und führen die Entsorgung als eigene Position im Angebot.
Ablauf für Flur und Zimmer
Nach Ihrem Anruf vereinbaren wir das Aufmaß. Wir bleiben 30 bis 60 Minuten, klopfen den Stein ab, messen Flächen und Türen und lassen Muster da. Das Festpreisangebot kommt mit Positionen je m², je Profil und je laufendem Meter Leiste.
Bis die Arbeit beginnt, vergehen nach dem Auftrag meist eine bis vier Wochen. Am ersten Tag bereiten wir den Stein vor, also anschleifen, grundieren und bei Bedarf spachteln. Die Spachtelmasse braucht je nach Produkt Stunden bis zum Belegen. Für 40 bis 60 m² Klickbelag rechnen wir erfahrungsgemäß ein bis zwei Arbeitstage, mit Rückbau und Spachteln meist zwei bis vier.
Zum Schluss kommen Leisten und Profile, dann reinigen wir und nehmen den Boden gemeinsam mit Ihnen ab.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Bei Steinböden in Grafenberg arbeiten wir oft Hand in Hand mit einem anderen Gewerk. Diese Arbeiten gehören zu anderen Gewerken:
- Terrazzo schleifen und polieren: Das übernimmt ein Steinfachbetrieb. Wir verlegen danach das Holz daneben und setzen den Übergang.
- Fehlende Fliesen ergänzen oder neue Fliesen legen: Dafür ist ein Fliesenleger zuständig.
- Eine neue Treppe bauen: Das ist Sache eines Tischlers oder Treppenbauers. Die vorhandene Treppe belegen wir neu.
Von der Ernst-Poensgen-Allee in die Nachbarschaft
Wir arbeiten in ganz Grafenberg: an der Grafenberger Allee, rund um den Staufenplatz, an der Ernst-Poensgen-Allee und in den Straßen am Ostpark. Westlich liegt Düsseltal, wo Familien oft Kork fürs Kinderzimmer wählen.
Im Südwesten schließt Flingern an, wo wir alte Dielen unter vielen Schichten freilegen. Östlich folgt Gerresheim mit seinen Werks- und Siedlungshäusern. Über Ludenberg erreichen wir im Norden Rath.
Wo Sie tiefer einsteigen können
- Vinylboden verlegen: Klick- und Klebevinyl, auch auf alten Fliesen.
- Sockelleisten und Profile: wie Übergänge zwischen Stein und Holz gelöst werden.
- Boden ausgleichen: Schleifen, Grundieren und Spachteln auf schwierigen Untergründen.
- Linoleum und PVC: der Bahnenbelag für Flur und Küche.
- Böden im Altbau: vom Dielenboden bis zum Parkett der Zwischenkriegszeit, mit den Wegen je Zustand.
Ihr Steinboden, unser Blick darauf
Sie möchten wissen, was aus Ihrem Terrazzo oder den alten Fliesen werden kann? Für Grafenberg sind wir unter 0231 989 43846 zu sprechen, werktags zwischen 8 und 18 Uhr. Wir kommen nach Grafenberg, klopfen den Boden ab und sagen Ihnen, welcher der drei Wege passt. Oder beschreiben Sie Ihren Flur im Formular unten auf der Seite.
